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Überraschung an Serways-Raststätte Bottrop-Süd

Es war im Frühjahr dieses Jahres: Wie immer nicht gefrühstückt, und wie immer holt mich der Hunger irgendwann ein.

Die Autobahn, die mich nach getaner Arbeit nach Hause führt, ist die A 31. Kurz vor der Abfahrt der Rasthof Bottrop-Süd mit dem verlockende Schild "Nordsee". Das war genau das, was ich brauchte, etwas Warmes zu essen.

An der Fischtheke angekommen, werde zunächst ignoriert. Dann werde ich lieblos nach meinem Wunsch gefragt. Ich äußere mich, und auch, dass ich das Gericht nach Hause minehmen möchte. Ich weiß, was ich zahlen muss, aber an der Kasse erscheint ein höherer Betrag. Ich mache die Bedienung mit osteuropäischem Akzent darauf aufmerksam, dass an der Werbetafel ein anderer Betrag steht.

Wortlos, dafür aber achselzuckend entschwindet sie nach "hinten". Ich gehe noch einmal mit dem Styroporfisch, in dem mein Essen verpackt ist, zu der Verkäuferin und rufe sie nach vorne. Es wäre halt ein anderes Gericht in meiner Verpackung und das ist nun einmal 2 Euro teurer, Punkt.

Ich zahle, koche innerlich und nehme mir vor, dass dieser Rasthof mich nie wiedersieht.


Doch heute, eine ähnliche Situation, in der ich überlege, ob ich essen gehe oder etwas koche. Wieder sehe ich das Hinweisschild der Raststätte Bottrop-Süd. Der Appetit auf etwas Warmes siegt, und ich fahre die besagte Raststätte noch einmal an.

Mit dem festen Willen, dass ich mir das nicht noch einmal gefallen lassen werde, stehe ich abwartend an der Fischtheke.

Ich suche mir einen Fisch aus, der mit Pommes Frites angeboten wird. Rechne natürlich schon damit, dass ich ihn nicht mit dem gewünschten Kartoffelsalat bekommen werde. Dass ich an der Unflexibilität der Verkäuferin scheitern werde, dafür habe ich schon ein Alternativgericht im Kopf.

Aber auf einmal ist nichts ein Problem, mir wird, sogar super freundlich, jede gewünschte Beilage angeboten. Nein, Remouladensoße möchte ich nicht, da werden mir noch andere Soßen angeboten.

Ich bin so froh, freundlich bedient zu werden, mein dickes Fell lockert sich, ich muss der freundlichen Bedienung ein Kompliment machen. Ich verbinde es mit dem Hinweis auf mein vorheriges Erlebnis und renne offene Türen damit ein.


Goldener Stern für Serways Bottrop-Süd

Es folgt Verständnis und das Versprechen das Verhalten der Mitarbeiterin zu ändern. Ich bin schon besänftigt und freue mich über das offene Ohr der netten Frau Mees.

Ich werde sogar entschädigt, habe gute Laune und das Essen war super lecker.

Noch bevor ich zu Hause bin, ist eine Entschuldigung des Geschäftsführers, Herr Moß, in meinem Email-Postfach.

Klar, die Entschuldigung ist längst angenommen, und bei der Restaurantführung von Frau Mees und Herrn Moß, werde ich immer wieder gerne nach getaner Arbeit anhalten, und etwas Leckeres essen. (29.10.2012)

Daumen hoch, nur zu empfehlen.

Angelika Kammer
angelika@tuerkei-zeitung.de


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